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Zehn Unternehmen für Ausbildungsengagement gewürdigt

Beitrag aus den Köln Nachrichten vom 05-06-2008

Verleihung des Zertifikats durch den Oberbürgermeister Fritz Schramma

Am gestrigen Dienstagabend haben Oberbürgermeister Fritz Schramma, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur Peter Welters und Johannes Reß, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Agentur zehn Ausbildungsbetriebe mit einem Zertifikat gewürdigt. Zum zweiten Mal fand die Veranstaltung im Innenhof des Historischen Rathauses statt. Stadt und Arbeitsagentur wollen damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen sollen die in Ausbildung engagierten Unternehmen öffentlich gewürdigt werden, zum anderen sollen sie aber auch loyalisiert werden und selbst als Multiplikatoren für mehr Ausbildung fungieren, erklärte Agenturchef Welters.

Auch Oberbürgermeister Fritz Schramma wies auf die Bedeutung von Ausbildung hin. „Ein gründlich erlernter Beruf bringt Erfolg, macht zufrieden und ermöglicht die Teilhabe an unserer Gesellschaft“, erklärte Schramma den anwesenden Unternehmensvertreterinnen und –vertretern. Für Kölns Stadtoberhaupt bedeutet eine hohe Ausbildungsquote heimischer Betriebe aber auch die Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft, die ein Standort wie Köln im Wettbewerb der Städte so dringend benötigt. Die Stadt selbst hat daher auch die eigene Ausbildungsquote im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Gleichzeitig startete man mit dem Fußball-Club 1. FC Köln die Imagekampagne „Bleib am Ball“ (Köln Nachrichten berichtete). Doch all das ist nach den Worten Schramma noch kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „“Nicht alle ausbildungsgeeigneten Bewerberinnen und Bewerber haben eine Ausbildungsstelle gefunden. Zugleich konnten nicht alle offenen Ausbildungsstellen besetzt werden“, charakterisierte Schramma die Situation. Weitere Probleme bestehen im Bereich der so genannten Bildungsbenachteiligten und bei Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund. Deren Anteil an erstgenannter Gruppe sei besonders hoch. Auch hier will die Stadt aktiv werden und ist es bereits. 21 junge Migrantinnen und Migranten haben in diesem Jahr ein berufsvorbereitendes Praktikum bei der Stadt Köln absolviert. Es soll ein weiteres Qualifizierungsprojekt speziell für Alleinerziehende folgen.

„Die Probleme sind lösbar“, so das Fazit von Wolfgang Reß, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur und zugleich Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie in Köln. Reß betonte bei seiner Rede die Aktivitäten der Tarifpartner um mehr Ausbildung in den Betrieben. „Klagen helfen nicht“, so seine simple wie nachvollziehbare Botschaft an alle Betriebe. Immerhin werde der demografische Faktor auch vor der Stadt Köln trotz ihres positiven Wanderungssaldos nicht Halt machen. Allerdings müsse man sich auch Gedanken darüber machen, wie man den Nachwuchs so auf das Berufsleben vorbereitet, dass der Übergang besser als bisher ablaufen kann. Als vorbildlich bezeichnete Reß das gemeinsame Bemühen der Tarifpartner in Berufsschulen gezielte Fördermaßnahmen anzubieten. „Das geschieht ohne öffentliche Gelder“, betonte Reß in seiner Rede.

Kriterien für einen vorbildlichen Ausbildungsbetrieb

„Keine Ausbildung von der Stange“, so könnte man die Kriterien umschreiben, mit denen Agenturchef die diesjährige Auswahl der gewürdigten Unternehmen erfolgt ist. Besondere Weg bei der Förderung des Eigenengagements, beispielsweise durch Übertragung von Projektverantwortung während der Lehrphase, durch Weiter- und Aufbauqualifizierungen vor dem eigentlichen Abschluss aber auch besondere Fördermaßnahmen für Jugendliche mit gebrochener Bildungskarriere sind nur einige der Auswahlpunkte, die bei der Bestimmung der zertifizierten Ausbildungsbetriebe eine Rolle spielten. Selbstverständlich muss auch die Mindestquote an Auszubildenden in Bezug zur Gesamtmitarbeiterschaft sowie grundlegende Qualitätsstandards erfüllt sein. In den zehn vorgestellten Betrieben (nur die Gebäudereinigung Manfred Linden GmbH war an diesem Abend nicht dabei) wurde dies jedenfalls in vorbildlicher Weise erfüllt und dafür gab es Urkunde und Händedruck. Was aber noch viel wichtiger ist, sind die potenziellen zukünftigen Führungskräfte, deren Loyalität für das eigene Unternehmen man sich durch eine gute Ausbildung bereits heute gesichert hat.

Gewinner sind (in alphabetischer Reihenfolge): Arcon GmbH & Co. KG (Personalüberlassung, Zeitarbeit), Apparatebau Clemens Bous GmbH (Spezialapparatebau), Bundesverwaltungsamt, Dachser GmbH & Co. KG (Logistik), Gebäudereinigung Manfred Linden GmbH, Hasler Parkett- und Fußbodenbau GmbH, IKEA (Möbelhandelshaus), Meda Manufacturing GmbH (Auftragsproduzent für die Pharmabranche, früher „Topon“), Alfred Schütte GmbH & Co. KG (Spezialmaschinenbau und die SYSDAT GmbH Gesellschaft für IT-Lösungen.

Bild- und Nachrichtenquelle: www.koeln-nachrichten.de

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